DIENSTAG, 7. FEBRUAR 2012, 19 UHR, RATHAUS

HAUPT- UND FINANZAUSSCHUSS

• 31.01.12 | Aktuelles

Nordwalde voranbringen - aber mit Augenmaß

CDU berät Haushalt der Gemeinde

Foto: Dieter Schütz / pixelio.deFoto: Dieter Schütz / pixelio.de

In guter Tradition hat sich die Nordwalder CDU-Fraktion an einem Samstag zur Haushaltsberatung getroffen. Dabei wurde in Beisein von Bürgermeisterin Sonja Schemmann, Kämmerin Doris Böckenfeld sowie der Fachbereichsleiter Reinhard Intfeld und Helmut Berning der Haushaltsentwurf in einem ersten Schritt ausführlich vorgestellt, ehe es dann in die Beratung der Fraktion ging.

 

Ausführlich und sachlich diskutiert wurden die notwendigen Investitionen auf der einen Seite und die engen finanziellen Spielräume der Gemeinde auf der anderen Seite - eine Abwägung und Diskussion, wie sie in sämtlichen Kommunen sorgfältig zu führen ist, unabhängig von Größe oder politischem Farbenspiel.

 

So trägt die CDU-Fraktion die Grundstückskäufe für die Bereiche Rathaus und Sportgelände mit. „In Zusammenarbeit mit Flächenpool NRW sind hinsichtlich längst überfälliger Planungen für den Ortskern bereits von den Ratsmitgliedern der vergangenen Wahlperiode einstimmige und zukunftsweisende Beschlüsse gefasst worden. Diese gilt es - auch vor dem Hintergrund nicht unerheblicher, bereits eingesetzter finanzieller Mittel - im Rahmen der Möglichkeiten weiter zu verfolgen. Der Erwerb von Flächen ist hier notwendig", sind sich die Vorsitzenden von Fraktion und Ortsunion, Tobias Elshoff und Oliver Hordt einig.

 

Darüber hinaus standen auch die Investitionen im Bereich der Straßen auf dem Prüfstand. Demnach beantragt die Fraktion, für dieses Jahr auf Investitionen im Bereich Gartenstraße sowie Sandstiege/Mühlenweg zu verzichten. Durch diese Maßnahmen reduziert sich die notwendige Kreditaufnahme um 335 000 Euro.

 

Grundlegend möchte die CDU-Fraktion für weitere Transparenz im Haushalt sorgen. „Wir möchten den Bürgern aufzeigen, welche Möglichkeiten auch trotz enger Finanzen geschaffen werden", betont Fraktionsvorsitzender Tobias Elshoff, der damit auf den weiteren Antrag der Fraktion zu sprechen kommt, in dem die Verwaltung gebeten wird, die aktuelle Kostensituation der Schwimmhalle, an der ebenfalls erhebliche Investitionen notwendig werden, in einem der nächsten Fachausschüsse vorzustellen.

 

„Unser Ziel wird es bleiben, unseren Ort voranzubringen, das aber mit dem notwendigen Augenmaß", so Elshoff weiter. „Wir müssen insbesondere gegenüber jungen Familien und Gewerbe ein Mindestmaß an Attraktivität sichern, um in Nordwalde leben, arbeiten und produzieren zu können."

 

• 08.12.11 | Presse

Der „Bürgermeister“ dankt ab

Nach 32 Jahren: Franz Edeling übergibt Ratsmandat an Gustav Böller

Nach 32 Jahren lässt Franz Edeling das Rathaus hinter sich. Am kommenden Donnerstag gibt er sein Mandat ab.Nach 32 Jahren lässt Franz Edeling das Rathaus hinter sich. Am kommenden Donnerstag gibt er sein Mandat ab.

Nordwalde. Politik spielt sich nicht nur im Rathaus ab. Wenn Politik nah am Wähler sein will, kann sie auch auf der Straße stattfinden. Oder auf dem Radweg. Wie im Fall von Franz Edeling.

 

Der CDU-Ratsherr steht nicht nur an der Spitze der Interessengemeinschaft „Radweg im Scheddebrock", sondern hat in den vergangenen zwölf Jahren auch unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit in das Projekt investiert.

 

Jetzt hört er auf. Nicht in der Interessengemeinschaft, sondern mit der Politik. „Das war so abgesprochen. Eigentlich wollte ich schon zur letzten Wahl nicht mehr antreten", berichtet Edeling im Gespräch mit den WN. Doch dann habe er sich doch noch überreden lassen.

 

Aber jetzt ist Schluss. Die letzte Sitzung dieses Jahres ist gleichzeitig Edelings letzte. Am kommenden Donnerstag (15. Dezember) übergibt er das Mandat an seinen persönlichen Stellvertreter Gustav Böller.


32 Jahre ist es her, dass Edeling in den Rat einzog. In fast allen Ausschüssen war er schon mal vertreten. Und immer lagen ihm die Außenbereiche besonders am Herzen: „Nicht nur der Scheddebrock, sondern die anderen Bauerschaften natürlich auch."

 

Edeling kann sich gut erinnern, dass die Instandsetzung der Wirtschaftswege und die Versorgung mit Stadtwasser in den 70er und 80er Jahren wichtige Themen waren. Später waren es die Radwege, für die er sich intensiv engagiert hat.

 

Edeling selbst war Hauptinitiator des Radweges im Scheddebrock, der zunächst vom Egen bis zum Landhaus Scheddebrock gebaut wurde und der in den vergangenen Jahren verbreitert und mit einer Asphaltdecke versehen wurde. Immer dabei: Franz Edeling. Auch bei den Wes­terodern und den Suttorfern leistete er in Sachen Bürgerradweg wertvolle Schützenhilfe.

 

Sein Engagement - Edeling war zwischenzeitlich auch neun Jahre lang Vorsitzender der Schützengesellschaft - hat ihm auch den Spitznamen „Bürgermeister vom Scheddebrock" eingebracht. Ob ihm das schmeichelt? „Warum nicht? Ist doch was Feines, wenn man auf etwas zurückblicken kann, das einem einen solchen Spitznamen eingebracht hat", findet Edeling.

 

In seiner Freizeit will sich der 61-Jährige jetzt mehr seiner Familie, vor allem seinem einjährigen Enkelsohn, und seinem 15er Deutz widmen, der wie Edeling Baujahr 1955 ist und auch schon viele Stunden Arbeit beim Radwegebau geleistet hat.

 

Quelle: Westfälische Nachrichten