Nordwalde. Winnie Wackelzahn heißt der neue Freund vieler Nordwalder Kinder und dieser kleine Vampir eroberte am Sonntagnachmittag die Herzen aller kleinen und großen Theaterfreunde im Sturm. Die Reckenfelder Freilichtbühne hat mit diesem Wintermärchen den vielen Menschen in Forum der KvG-Gesamtschule gleich in zwei umjubelten Aufführungen ein gar köstlich unterhaltsames und blutiges Vorweihnachtsgeschenk gemacht. Auf Einladung der CDU-Frauenunion präsentierten die Reckenfelder Theaterleute ihr Erfolgsstück der Wintersaison vor ausverkauftem Haus.
Mit Lars Wenning als kleiner Vampir Winnie Wackelzahn erlebte man eine Reise in ferne Welten. Im Gebirge weit im Süden galt es für die Menschenkinder Nina (Sarah Binnewies) und Lucy (Anna Wessels) die tollsten Abenteuer zu bestehen. Sie wussten durch ihren Onkel, den berühmten Vampirforscher Linus von Hering, so einiges über diese düsteren Wesen. In seiner Bibliothek entdeckten sie einen alten Vampirzahn und den passenden Zauberspruch und schon ging es los ins gar so ferne Land. Aber ganz so düster erschienen die Vampire den Kindern in Nordwalde nicht, zumal wenn sie wie Winnie Wackelzahl einer ganz besonderen Familie entstammten. Sie liebten als Hauptnahrungsmittel viel mehr Blutorangensaft, vor dem wahren roten Saft ekelten sie sich nur. Bis in die letzte Faser ihres unheimlichen Wesens waren sie sympathisch, frühstückten wie „normale Menschen“, nur dass zur Morgenlektüre die Vampirpost gehörte und der frisch gepresste Saft den Kaffee ersetzte. Wie alle derer von Wackelzahn hatte auch der kleine Vampir ein großes fluchbesetztes Problem. Die berüchtigten Eckzähne wackeln und fallen ihm aus, wenn er nicht bis zum nächsten Geburtstag genau 14 Tropfen echten roten Lebenssaftes zu sich nimmt.
Drei Tage blieben bis dahin noch, da war guter Rat teuer. Der konsultierte Zahnarzt Zacharias Zange (Reimund Dürr) wollte die Eckzähne sofort ziehen, denn eigentlich steckte er mit der bösen Fee Karfunkula unter einer Decke und hatte mit ihr einen Verkaufspakt geschlossen. Mit Hilfe von Nina und Lucy wurde am Ende nach vielen Verwicklungen und überraschenden Ereignissen auch der böse Zauber gelöst, der seit dem Streit zwischen ihr und der Urururgroßmutter Walburga über der Familie derer von Wackelzahn lag.
Da leuchteten die Augen der Kinder beim Ballett der übellaunigen und stinkenden Knoblauchzehen, ging es rasant zu bei der Verwechslungsjagd zwischen Winnie Wackelzahn und dem Wolf. Aufregend erlebten die Kinder im Saal eine spannende Geschichte, die einfach gar zu köstlich war. Witzige Dialoge, phantasievolle Kostüme und nicht zuletzt die flotten Lieder ließen die Zeit wie im Fluge vergehen.
Beim endgültigen Happy End lagen sich dann alle in den Armen, war ihnen mit diesem „Winnie Wackelzahn“ doch eine fantastische Geschichte geschenkt worden.
Quelle: Westfälische Nachrichten

