19. Dezember 2010
Auch in Nordwalde Ehrensache?
CDU will Karte für verdiente Bürger einführen

Nordwalde. Bei Gisela Niehaus im Saerbecker Buchladen waren sie schon, „zumindest einige". Gemeint sind die Inhaber der Ehrenamtskarte, die das Land NRW eingeführt hat. Niehaus bietet, wie 28 weitere Firmen und Institutionen in Saerbeck, Vergünstigungen an.
Diese Rabatte sind aber „meist zweitrangig", meint Ines Reinermann von der Verwaltung. „Hauptsächlich kommt es den Ehrenamtlichen auf die Wertschätzung ihrer Arbeit beziehungsweise den Dienst am nächsten an."
„Eine angebrachte Sache auch für Nordwalde" sei die Ehrenamtskarte, findet Ratsmitglied Sebastian Seppelt (CDU), der in der vergangenen Woche einen entsprechenden Antrag in den Kulturausschuss einbrachte. Derzeit beraten die Fraktionen. Stimmt der Rat Anfang kommenden Jahres zu, wäre das ein Auftrag an die Verwaltung, Partner in der Nordwalder Wirtschaft zu finden, die Vergünstigungen anbieten. „Die Karte könnte dann im Frühjahr oder Sommer eingeführt werden", glaubt Seppelt.
„30 bis 50 Personen in Nordwalde könnten für sie in Frage kommen", schätzt die CDU. Diese müssen - so will es das Land - unter anderem mindestens 250 Stunden jährlich ehrenamtlich tätig sein. „Wir möchten auch, dass man die Karte nach zwei Jahren neu beantragen muss", ergänzt Seppelt. Zudem sollen auch Ehrenamtliche in den Genuss kommen können, die zwar in Nordwalde engagiert sind, dort aber nicht wohnen.
Derzeit besitzen mehr als 8000 NRW'ler die Ehrenamtskarte. Wer sie hat, kann in jeder der 92 teilnehmenden Kommunen zwischen Lübecke und Bad Münstereifel Vergünstigungen erhalten.
Quelle: Hallo Sonntag

