Ist der Bürgermeister vor allem Verwaltungschef oder ist er derjenige, der mit dem Rat und den Bürgern um die besseren Lösungen bei den anstehenden Aufgaben ringt? Lothar Fink sah sich eher in der Rolle des Verwaltungschefs, im Verhältnis zu den Bürgern lediglich als „Moderator“, als Vermittler unterschiedlicher Interessen, heißt es in der FDP-Mitteilung.
Sonja Schemmann dagegen hob hervor, dass mit der Direktwahl des Bürgermeisters ein neues, politisches Amt geschaffen wurde. „Der Bürgermeister wird von den Bürgern nicht nur gewählt, damit die Verwaltung gut funktioniert. Der Bürgermeister neuen Stils muss sich den Bürgern stellen und sich vor ihnen verantworten. Er wird nur dann gewählt, wenn er den Bürgern glaubhaft verdeutlichen kann, welche Aufgaben zu bewältigen sind und wie sie gemeinsam mit dem Gemeinderat und im offenen Gespräch mit den Bürgern gelöst werden können“, sagte Schemmann. Dazu sei es unerlässlich, dass der Bürgermeister auch eigene Ideen einzubringen habe. Ohne ein offenes und öffentlich diskutiertes Gesamtkonzept sei den Bürgern zudem kaum zu vermitteln, wo und wie die knappen Gelder wirklich effektiv eingesetzt werden können. Sonja Schemmann verspricht sich von einem solchen Vorgehen zudem ein stärkeres Bürgerengagement, vielleicht sogar eine stärkere Identifikation der Bürger mit ihrer Heimatgemeinde.
Natürlich muss es Sonja Schemmann überlassen bleiben, den Nordwalder Bürgern ihr Programm einer bürgernahen Gemeindepolitik selbst vorzustellen, schreibt die FDP. Sie sei von ihrem Programm jedenfalls überzeugt. Und Dieter Lüning, Vorsitzender der Nordwalder FDP, fügte hinzu: „Mit Sonja Schemmann haben wir eine Persönlichkeit von großer Ausstrahlung kennengelernt, die geduldig zuhören kann, die überzeugend für ihre Ideen zu werben versteht und von der wir glauben, dass sie das für dieses Amt notwendige Durchsetzungsvermögen mitbringt.“
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Quelle: Westfälische Nachrichten

