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HAUPT- UND FINANZAUSSCHUSS

11. September 2006

Urgesteine, Jubilare und viele Anekdoten

CDU-Ortsverband feiert 60-jähriges Bestehen

 

Nordwalde. Es war ein Abend des Zurückblickens, ein Abend der Nostalgie. Die CDU Nordwalde ist 60 Jahre alt geworden. Ein runder Geburtstag, den es zu feiern galt – mit allen, die die Ortsunion zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Und sie alle waren gekommen: Gründungsväter, ehemalige Vorsitzende, langjährige Parteimitglieder. „Ohne Ihr Engagement würden wir dieses Fest hier heute nicht begehen können.“ Vorsitzender Hermann Henke begrüßte am Samstagabend alle Christdemokraten, die der Einladung ins Forum der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule gefolgt waren.

 

In der Art und Weise, wie sie ihren 60. Geburtstag gefeiert hat, ist die Nordwalder CDU am Samstagabend neue Wege gegangen. Weg von langatmigen Grußworten und Monologen hin zum Dialog. Dazu hatte sie mit Jörg Brunsmann eigens einen Moderator engagiert. Der gebürtige Nordwalder, der seit acht Jahren beim WDR in Köln arbeitet, ließ die Geschichte der Ortsunion in vier kurzweiligen Gesprächsrunden Revue passieren. Angefangen bei der Stunde Null bis hin zum Ausblick in die Zukunft.

 

Als erste traten drei echte Nordwalder CDU-Urgesteine auf die Bühne im Mensa-Trakt der Gesamtschule: Reinhold Blickberndt, Heinz Wiegmann und Ludger Drunkemühle. Mit ihnen unterhielt sich Brunsmann über die Anfangsjahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Über die vielen Flüchtlinge, die in Nordwalde Zuflucht suchten und diese in einer der heute ältesten Siedlungen des Ortes, dem Barkhof, fanden. Oder über die erste Gemeinderatswahl 1948. Heinz Wiegmann, der zwischen 1961 und 1994 33 Jahre lang Mitglied in diesem Gremium war, erinnerte sich noch genau: „Was damals nicht üblich war und was wir den anderen Parteien voraus hatten, war eine Frau im Rat.“

 

Viele solcher kleinen Anekdoten aus der Vergangenheit sorgten für Erheiterung im Publikum, das diese andere und zugleich neue Form der Zeitreise sichtlich genoss. Plötzlich waren sie wieder in den Köpfen präsent: Themen, die Nordwalde und die CDU einst bewegten. Bei der zweiten Gesprächsrunde zur Geschichte des Schulwesens erinnerte man sich beispielsweise an die schwierige Geburt der Gesamtschule. „Die war mit Sicherheit keine Erfindung der hiesigen Christdemokraten“, formulierte NRW-Arbeitsminister und Ehrengast Karl-Josef Laumann die damalige Position der Ortsunion zu dieser Schulform treffend.

 

Neben dem 60-jährigen Bestehen der Nordwalder CDU wurde im Forum der KvG-Schule auf weitere Jubiläen angestoßen. So blickten Mechthild Lenfort und Erika Nadicksbernd auf 30 Jahre Frauenunion zurück. Auf die schwierige Anfangsphase, aber auch auf Errungenschaften, wie den seit 27 beziehungsweise 22 Jahre währenden Erfolg des Flohmarktes und des Wintermärchens.

 

Den größten Beifall ernteten am Samstagabend die Jubilare, allen voran Bernhard Hols, der genauso lange Parteimitglied ist wie es die CDU in Nordwalde gibt: nämlich 60 Jahre. Seinen Sohn Werner und Klaus Allendorf ehrte Vorsitzender Hermann Henke für jeweils 25-jährige Parteitreue. Mit Bernhard Cohausz (50 Jahre), Egon und Ingrid Murfeld sowie Manfred Greshake (25 Jahre) konnten vier weitere Jubilare nicht an der Feierstunde teilnehmen.

 

Quelle: Westfälische Nachrichten