DIENSTAG, 7. FEBRUAR 2012, 19 UHR, RATHAUS

HAUPT- UND FINANZAUSSCHUSS

10. Juli 2009

Für Nordwalde etwas bewegen

Sonja Schemmann stellt ihr Wahlprogramm vor

Nordwalde. Welches Thema will sie im Falle ihrer Wahl als erstes in Angriff nehmen? Sonja Schemmann braucht nicht lange zu überlegen. „Die Zukunft der Sportstätten muss dringend geklärt werden.“ Das sagte die CDU-Bürgermeisterkandidiatin am Mittwochabend bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms. Dabei will sie sich noch nicht öffentlich festlegen, ob sie den bisherigen Standort an der Bahnhofstraße oder das im Flächennutzungsplan ausgewiesene Areal an der Ewigmannstiege favorisiert: „Das ist eine zukunfstweisende Entscheidung, die man in Abstimmung mit den Sportvereinen treffen muss.“ Gleichzeitig betont sie, dass die CDU mit der Änderung des Flächennutzungsplanes 2005 erst die Option dafür geschaffen habe, dass die Sportanlagen umziehen können.

 

Kaum weniger brennt ihr das Thema Ortskerngestaltung unter den Nägeln. Innerhalb eines Jahres will Schemmann die Konzeptionsphase abschließen „Der Ortskern muss schöner werden, lebendiger und erlebbarer sein, ein attraktives Verweil- und Verkaufsangebot bieten“, schreibt sie in ihrem Programm und fügt im WN-Gespräch hinzu, dass sie über die derzeitige Arbeit des Büros Wolters und Partner hinaus eine „ganzheitliche Planung“ vorantreiben will. Zur Ortskerngestaltung gehört für sie auch, neue Lösungen für den Einzelhandel zu finden. Schemmann schwebt unter anderem vor, dass auswärtige Unternehmen die Möglichkeit bekommen, zunächst nur an einigen Tagen pro Monat ihre Waren anzubieten. „Allerdings mit dem Ziel, dass sie nach einiger Zeit dauerhaft ansässig werden“, so die Kandidatin.

 

In ihrem Wahlprogramm geht die 44-Jährige auch auf Themen wie Jugend, Kultur, Arbeitsplätze und Ehrenamt ein. So will sie ein übergreifendes Netzwerk „Lokale Bündnisse für Familien“ ins Leben rufen. Unternehmen und freie Träger sollen gemeinsam kreative Wege gehen bei Betreuungsangeboten für Kinder. Außerdem soll die Erwachsenenbildung durch die Förderung der Zusammenarbeit von „Schlaumacher“ und VHS gestärkt werden. Mit Sammeltaxis und Bürgerbussen soll der Öffentliche Personennahverkehr vor allem für Senioren ausgebaut werden.

 

Beim Thema Kultur stellt sich Sonja Schemmann klar hinter den Bispinghof, steht einem möglichen Ankauf durch die Gemeinde aber kritisch gegenüber. „Die Frage ist, ob sich eine Gemeinde wie Nordwalde das leisten kann“, gibt die CDU-Politikerin zu bedenken. Auch wenn sich ein Ankauf in der Bilanz neutral auswirke, so dürfe man doch die Finanzierungskosten nicht unterschätzen. Denn bei allen Zielen will Schemmann den Weg der Entschuldung weitergehen, um künftige Generationen zu entlasten. Sie ist überzeugt: „Die Nordwalder Bürger haben in den vergangenen Jahren Verzicht geleistet und werden diesen Weg auch weiter mitgehen.“

 

Überschrieben hat sie ihr Wahlprogramm mit dem Solgan „Inhaltsstark - Wegbereitend - Zielgenau“. Und einige ihrer Ziele basieren auf den Wünschen der Bürger. Sonja Schemmann: „Viele Mitbürger haben sich im Rahmen zahlreicher Besuche bei Vereinen oder Gewerbetreibenden persönlich an mich gewandt und ihre Anliegen eingebracht. Den Nordwaldern ist klar, dass ich eine von ihnen bin und für alle ansprechbar.“ Das Bürgermeisteramt sei für sie mehr als ein Job, sie wolle etwas bewegen und für die Gemeinde etwas erreichen.

 

Daran, dass sie den Chefsessel im Nordwalder Rathaus fest in Visier hat, lässt die keinen Zweifel: „Ich bin angetreten, um die Wahl zu gewinnen.“

 

Quelle: Westfälische Nachrichten